Glossar

Hier finden Sie Erklärungen zu den wichtigsten Fachbegriffen.

A

Abfallwirtschaftsgesetz

Bundesgesetz über eine nachhaltige Abfallwirtschaft (Abfallwirtschaftsgesetz 2002 - AWG 2002; BGBl. I Nr. 102/2002 in der jeweils geltenden Fassung)

Abfüller

Unternehmen, die Waren oder Güter in Verpackungen abfüllen oder mit Verpackungen in Verbindung bringen, um sie zu lagern oder abzugeben.

Abpacker

jede Person mit Sitz oder Niederlassung in Österreich, die Waren oder Güter in Verpackungen abfüllt, abpackt oder mit Verpackungen in Verbindung bringt, um sie zu lagern oder abzugeben.

Aluminium

bezeichnet Metallverpackungen bzw. Verpackungsbestandteile, deren Trägermaterial überwiegend aus Aluminium besteht, z. B. Alu-Getränkedosen, -schalen, -folien, -tassen, -tuben, -deckel.

B

Biogene Packstoffe (Sonstige Packstoffe, insbesondere auf biologischer Basis)

Biogene Packstoffe im Sinn der VerpackVO sind Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen, die für Verpackungszwecke eingesetzt werden, biologisch abbaubar sind und nicht den Kategorien 1.01.0 bis 1.04.6 bzw. 2.01.0 bis 2.10.0 des ARA Tarifblatts zugeordnet werden können.

E

Eigenimporteur

ein Letztverbraucher, der Waren oder Güter in Verpackungen für den Betrieb seines Unternehmens aus dem Ausland erwirbt und bei dem diese Verpackungen im Unternehmen als Abfall anfallen.

Einweg-Glasverpackungen

sind Verpackungen wie Flaschen, Gläser, Phiolen, Flacons, Ampullen etc, die nach einmaligem Gebrauch nicht wieder befüllt werden.

Entpflichtungs- und Lizenzvereinbarung (ELV)

Als Entpflichtungs- und Lizenzvereinbarung wird der Vertrag zwischen der ARA und einem der Verpackungsverordnung unterliegendem Unternehmen bezeichnet. Gegenstand dieses Vertrages ist die Übertragung der Verpflichtungen des Unternehmens aus der VerpackVO auf die ARA gegen Bezahlung eines sogenannten Entpflichtungsentgelts.

F

Ferrometalle

bezeichnet Metallverpackungen aus Weißblech wie Weißblechgetränkedosen, Konservendosen, Beschläge etc.

G

Der Grüne Punkt

Die ARA vergibt in Österreich exklusiv das Lizenzzeichen „Der Grüne Punkt“. Um die Lizenzpartnerschaft zu kommunizieren, berechtigt die ARA ihre Lizenzpartner, den “Grünen Punkt” auf ihre Verpackungen zu drucken. Die Lizenzpartner bestätigen durch die Verwendung des “Grünen Punkts”, dass sie die Vorgaben für die ordnungsgemäße Entsorgung ihrer Verpackung laut österreichischer Verpackungsverordnung erfüllt haben. 

Getränkeverbundkartons

eine geschlossene Verpackung für flüssige oder pastöse Nahrungs- oder Genussmittel, die aus einer dauerhaften, vom Letztverbraucher nicht leicht trennbaren Kombination (z. B. verklebt, verleimt, verschweißt) von zwei oder mehreren unterschiedlichen Packstoffen besteht, wobei das Trägermaterial Papier, Pappe oder Karton ist. Ein Verschluss gilt als Bestandteil des Getränkeverbundkartons.

H

Hersteller von Serviceverpackungen

jede Person mit Sitz oder Niederlassung in Österreich, die unabhängig von der Vertriebsmethode Serviceverpackungen herstellt und erstmals in Österreich gewerblich in Verkehr setzt.

Holz

Holzpackmittel oder Verpackungen aus Holz sind

    - Kisten und Transportverpackungen,
    - Verschläge,
    - Obststeigen und -kisten.

I

Importeur von Serviceverpackungen

jede Person mit Sitz oder Niederlassung in Österreich, die unabhängig von der Vertriebsmethode, einschließlich des Fernabsatzes im Sinne des § 5a KSchG, Serviceverpackungen importiert und erstmals in Österreich gewerblich in Verkehr setzt.

Importeur von verpackten Waren oder Gütern

jede Person mit Sitz oder Niederlassung in Österreich, die unabhängig von der Vertriebsmethode, einschließlich des Fernabsatzes im Sinne des § 5a KSchG, Waren oder Güter in Verpackungen, importiert und erstmals in Österreich gewerblich in Verkehr setzt.

K

Kraftpapiersäcke

Kraftpapiersäcke sind flexible Papierverpackungen mit einem Füllgutinhalt von mindestens 15 kg (Tragetaschen sind keine Kraftpapiersäcke im Sinne dieser Regelung). Sie werden insbesondere für das Verpacken und den Transport von staubförmigen und körnigen Füllgütern eingesetzt. Der Aufbau der Kraftpapiersäcke ist nach den Erfordernissen für die jeweiligen Füllgüter unterschiedlich. So können Kraftpapiersäcke je nach erforderlicher Reißfestigkeit aus einer oder mehreren Papierlagen bestehen oder mit einer Kunststoff(PE)-beschichteten Papierlage bzw. einer PE-Folie ausgestattet sein.

L

Letztverbraucher

jeder Verbraucher in Sinne des KSchG und jede Person mit Sitz oder Niederlassung in Österreich, die Verpackungen, Waren oder Güter in Verpackungen zu ihrem Ge- oder Verbrauch erwirbt oder importiert.

Lizenzpartner

Lizenzpartner der ARA sind Unternehmen, die Verpackungen und/oder verpackte Waren in Österreich in Verkehr setzen. Der Lizenzpartner schließt mit der ARA eine Entpflichtungs- und Lizenzvereinbarung ab, mit welcher er am ARA System teilnimmt. Indem die Lizenzpartner mit ihren Verpackungen am ARA System teilnehmen, übertragen und erfüllen sie die Verpflichtungen aus dem AWG und der VerpackVO (Entpflichtung). Bei Gewerbeverpackungen sind es – durch Teilnahme an einem dafür genehmigten Sammel- und Verwertungssystem übertragbare – Verpflichtungen zur unentgeltlichen Rücknahme und zur Verwertung. Bei Haushaltsverpackungen ist es die unmittelbare Verpflichtung zur Teilnahme an einem dafür genehmigten Sammel- und Verwertungssystem.

P

Packhilfsmittel

Erzeugnisse, die zum Zweck der Verpackung zusammen mit Packmitteln insbesondere zum Verpacken, Verschließen, Versandfertigmachen und zur Kennzeichnung einer Ware oder eines Gutes dienen.

Packmittel

Erzeugnisse, die dazu bestimmt sind, Waren oder Güter für Verkehrs-, Lager-, Transport-, Versand- oder Verkaufszwecke zu umschließen oder zusammenzuhalten.

Packstoffe

Erzeugnisse, aus denen unmittelbar Packmittel oder Packhilfsmittel oder Paletten hergestellt werden aus folgenden Materialien:

a) Papier, Karton, Pappe und Wellpappe;
b) Glas;
c) Holz;
d) Keramik;
e) Metalle;
f) textile Faserstoffe;
g) Kunststoffe;
h) Getränkeverbundkarton;
i) sonstige Materialverbunde;
j) sonstige Packstoffe, insbesondere auf biologischer Basis.

Pauschalregelung

Die Verpackungsverordnung 2014 ermöglicht es Sammel- und Verwertungssystemen, für Lizenzpartner, die insgesamt nicht mehr als 1.500 kg Haushaltsverpackungen oder nicht mehr als 1.500 kg gewerbliche Verpackungen in Verkehr setzen, eine Pauschalregelung für die Verpackungsentpflichtung anzubieten. Von dieser Möglichkeit hat die ARA Gebrauch gemacht und bietet ihren Lizenzpartnern diese, als Alternative zur Meldung von Echtmengen, an. Ein solcher Lizenzpartner erfüllt die Entpflichtungs- und Lizenzvereinbarung nicht durch Meldung der tatsächlich in Verkehr gesetzten Verpackungsmengen und Zahlung der Entpflichtungsentgelte, sondern vereinfacht durch die jährliche Entrichtung eines Pauschalentgelts.

Primärverpflichteter

Als Primärverpflichtete für Verpackungen gelten folgende Personen, die unabhängig von der Vertriebsmethode, einschließlich des Fernabsatzes im Sinne des § 5a Konsumentenschutzgesetz (KSchG), Verpackungen in Österreich erwerbsmäßig in Verkehr setzen:

1. Hersteller und Importeure von Serviceverpackungen mit Sitz oder Niederlassung in Österreich,
2. Abpacker mit Sitz oder Niederlassung in Österreich hinsichtlich der von ihnen erstmals eingesetzten Verpackungen, die keine Serviceverpackungen sind,
3. Importeure mit Sitz oder Niederlassung in Österreich hinsichtlich der Verpackungen der von ihnen importierten Waren oder Güter,
4. Eigenimporteure mit Sitz oder Niederlassung in Österreich hinsichtlich der Verpackungen von Waren oder Gütern, die für den Betrieb des eigenen Unternehmens aus dem Ausland erworben werden und die im Unternehmen als Abfall anfallen, und
5. Versandhändler, die keinen Sitz und keine Niederlassung in Österreich haben und die Verpackungen oder Waren oder Güter in Verpackungen in Österreich an einen privaten Letztverbraucher im Rahmen des Fernabsatzes im Sinne des § 5a KSchG übergeben.

PRO EUROPE

“Packaging Recovery Organisation Europe s.p.r.l.”

Die 1995 gegründete Organisation PRO EUROPE mit Sitz in Brüssel organisiert das Nutzungsrecht der Marke “Der Grüne Punkt“ über Landesgrenzen hinweg und sichert dafür gleiche Bedingungen für international tätige Unternehmen in jedem der beteiligten Länder. Der Sinn dahinter: Handelsbarrieren durch unterschiedliche nationale Verpackungs-Kennzeichen und unterschiedliche Lizenzbedingungen sollen vermieden werden.

Gesellschafter der Organisation - und gleichberechtigter Hauptlizenznehmer - kann jedes national anerkannte Sammel- und Verwertungssystem werden.

S

Serviceverpackungen

Verpackungen wie Tragetaschen, Stanitzel, Säckchen, Flaschen oder ähnliche Umhüllungen, sofern diese Verpackungen in einer technisch einheitlichen Form hergestellt und üblicherweise in oder im Bereich der Abgabestelle an den Letztverbraucher befüllt werden.

Sonstige Materialverbunde

generell dauerhafte, vom Letztverbraucher nicht leicht trennbare Kombinationen (z. B. verklebt, verleimt, verschweißt, vernietet, verpresst) von zwei oder mehreren unterschiedlichen Packstoffen, wenn der hauptsächlich verwendete Packstoff unter 80 Gewichtsprozent des Materialverbunds beträgt und diese Kombinationen nicht unter die Getränkeverbundkartons fallen; ist ein Packstoff Kunststoff oder ein Packstoff auf biologischer Basis, liegt ein Materialverbund vor, wenn der Kunststoff oder der Packstoff auf biologischer Basis unter 95 Gewichtsprozent des Materialverbunds beträgt. Beidseitig beschichtetes Papier und ein- oder beidseitig mit Paraffin oder Wachs beschichtetes oder imprägniertes Papier gilt jedenfalls als Materialverbund. Kraftpapiersäcke für einen Füllgutinhalt von mindesten 15kg und einem Papieranteil von mindestens 70 Gewichtsprozent gelten nicht als sonstige Materialverbunde.

T

Transportverpackungen

Verpackungen, die dazu dienen, Waren oder Güter entweder vom Hersteller bis zum Vertreiber oder auf dem Weg über den Vertreiber bis zur Abgabe an den Letztverbraucher vor Schäden zu bewahren, oder die aus Gründen der Sicherheit des Transports verwendet werden.

Trayfolien

Als Trayfolien gelten Kunststofffolien, die dazu konzipiert sind, mehrere kleinstübliche Verkaufseinheiten bis zur Abgabestelle zu bringen.

Beispiele: Als kleinstübliche Verkaufseinheiten gelten Getränkeflaschen, Getränkeverbundkartons, div. Dosen wie z. B. für Getränke, Hundefutter, Konserven.
Als nur eine kleinstübliche Verkaufseinheit gelten hingegen z. B. Set von Taschentücherpäckchen, Toilettenpapierrollen, Küchenpapierrollen.

U

Umverpackungen

soweit sie nicht unter Transport- oder Verkaufsverpackungen fallen – Verpackungen, die entweder zusätzlich um eine oder mehrere Verkaufsverpackungen angebracht sind oder Waren oder Güter umschließen, sofern sie nicht z. B. aus hygienischen oder produkttechnischen Gründen oder aus Gründen der Haltbarkeit oder des Schutzes vor Beschädigung oder Verschmutzung für die Abgabe an den Letztverbraucher erforderlich sind.

V

Verkaufsverpackungen

Verpackungen, die vom Letztverbraucher oder einem Dritten in dessen Auftrag bis zum Verbrauch oder bis zum Gebrauch der Waren oder Güter, insbesondere als Träger von Gebrauchs- oder gesetzlich vorgeschriebenen Produktinformationen, verwendet werden.

Verpackungen

aus verschiedenen Packstoffen hergestellte Packmittel, Packhilfsmittel oder Paletten zur Aufnahme, zum Schutz, zur Handhabung, zur Lieferung und zur Darbietung von Waren. Der Begriff Verpackungen wird zusätzlich durch die nachstehenden Kriterien bestimmt.

a) Gegenstände gelten als Verpackungen, wenn sie der oben genannten Begriffsbestimmung entsprechen, unbeschadet anderer Funktionen, die die Verpackung möglicherweise ebenfalls erfüllt, es sei denn,

aa) der Gegenstand ist integraler Teil eines Produkts, der zur Umschließung, Unterstützung oder Konservierung dieses Produkts während seiner gesamten Lebensdauer benötigt wird, und
bb) alle Komponenten sind für die gemeinsame Verwendung, den gemeinsamen Verbrauch oder die gemeinsame Behandlung bestimmt.

b) Gegenstände, die dafür konzipiert und bestimmt sind, in der Verkaufsstelle befüllt zu werden, und Einwegartikel, die in befülltem Zustand abgegeben werden oder dafür konzipiert und bestimmt sind, in der Verkaufsstelle befüllt zu werden, gelten als Verpackungen, sofern sie eine Verpackungsfunktion erfüllen.

c) Verpackungskomponenten und Zusatzelemente, die in eine Verpackung integriert sind, gelten als Teil der Verpackung, in die sie integriert sind. Zusatzelemente, die unmittelbar an einem Produkt hängen oder befestigt sind und eine Verpackungsfunktion erfüllen, gelten als Verpackungen, es sei denn, sie sind integraler Teil des Produkts und alle Komponenten sind für den gemeinsamen Verbrauch oder die gemeinsame Behandlung bestimmt.

Verpackungen sind beispielsweise Becher, Dosen, Flaschen, Gläser, Kartons, Kisten, Paletten, Säcke, Schrumpffolien, Tassen, Tragetaschen, Tuben, Wickelfolien etc.

Verpackungsverordnung

Die Verpackungsverordnung (Verordnung des Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft über die Vermeidung und Verwertung von Verpackungsabfällen und bestimmten Warenresten (Verpackungsverordnung 2014); VerpackVO, BGBl. II Nr. 184/2014) wurde auf der Basis des Abfallwirtschaftsgesetzes geschaffen. Sie ist seit 1. Jänner 2015 in Kraft und verpflichtet alle Unternehmen, die Verpackungen bzw. verpackte Waren in Österreich in Verkehr setzen, zur Teilnahme, unentgeltlichen Rücknahme und zur Wiederverwendung bzw. Verwertung.

Vertreiber

jede Person mit Sitz oder Niederlassung in Österreich, die Verpackungen oder verpackte Waren oder Güter gleichgültig auf welcher Vertriebsstufe, auch im Wege des Versandhandels, in Verkehr setzt.

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ARA Schulwettbewerb 2015/16 Gewinner steht fest!

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