Metallverpackungen im Kreislauf

Sammlung

Die Sammlung von Metallverpackungen erfolgt vorwiegend mit Sammelbehältern („Blaue Tonnen”) auf zentralen Sammelinseln, in manchen Gebieten werden Metallverpackungen gemeinsam mit den Leichtverpackungen gesammelt und anschließend aussortiert. In einigen Sammelregionen werden mit den Metallverpackungen auch andere Metalle (Kleineisen, Haushaltsschrott) gesammelt. Die anteiligen Kosten dafür werden von den Gebietskörperschaften getragen.

Recycling

Ferrometall
Die getrennt gesammelten Verpackungen werden in Sortieranlagen oder Shredderbetrieben konditioniert: Durch die unterschiedlichen Verfahren (Magnetabscheidung, Shredder) wird das Material maschinell sortiert, dadurch von anderen Metallen sowie Fremd- und Störstoffen getrennt und so für den Einsatz im Stahlwerk aufbereitet. Zu Paketen verpresst oder zu Shredderschrott verdichtet, gelangt der Verpackungsschrott zum Verwerter, wo das Altmetall – im Gemenge mit anderen Schrottsorten und Roheisen – als hochwertiger Rohstoff bei der Stahlerzeugung eingesetzt wird. Durch die zu 100 % stoffliche Verwertung von gebrauchten Verpackungen aus Ferrometallen werden Rohstoffe, Energie, Luft und Wasser bei der Herstellung von neuen Produkten aus Ferrometallen eingespart, und Deponieraum wird entlastet.

Was daraus wird: Stahlblech, zumeist mit Zinn zu Weißblech veredelt, bildet das Ausgangsmaterial für die Herstellung von Dosen, Kanistern, Verschlüssen und anderen Packmitteln. Das Anwendungsspektrum reicht dabei von Getränken über Nahrungs- und Genussmittel bis zu chemisch-technischen Füllgütern. So werden aus gebrauchten Lebensmittel- und Tierfutterdosen, Speiseöldosen, Schnupftabakdöschen oder Farbeimern schließlich hochwertiger Baustahl, Waschmaschinengehäuse, Auto- und Flugzeugkomponenten oder Eisenbahnschienen.

Aluminium
Die Aluminiumverpackungen werden aus der Metallsammelware der ARA AG entweder durch händische Sortierung aussortiert oder mit Hilfe von Wirbelstromabscheidern durch Separierung der elektrisch leitfähigen Materialien von den nicht leitfähigen abgetrennt. Dieses Verfahren wird in den österreichischen Shredderbetrieben angewandt. Für das Wiederaufschmelzen von Aluminium benötigt man nur etwa 5 % der Energie, die zur Herstellung der gleichen Menge Primärmaterials erforderlich ist. Aluminium hat außerdem den Vorteil der unbegrenzten Wiedereinsetzbarkeit und Verwertbarkeit, ohne dass seine spezifischen Eigenschaften wie Festigkeit, Verformbarkeit, Leitfähigkeit, Korrosionsbeständigkeit, physiologische Unbedenklichkeit usw. verloren gehen. Blankes und lackiertes Aluminium kann problemlos recycelt werden. Besteht eine Verpackung zum überwiegenden Teil, d. h. zu mehr als 50 %, aus Aluminium, so kann sie einem Umschmelzvorgang unterworfen werden.

Was daraus wird: Aluminium wird in der Verpackungstechnik in erster Linie als blanke Folie (Schokoladefolie etc.) oder als lackiertes bzw. bedrucktes Aluminium (Getränkedosen, Joghurtbecherdeckel etc.) eingesetzt. Darüber hinaus findet Aluminium in Materialverbunden gemeinsam mit anderen Packstoffen wie Kunststoff oder Papier Verwendung.