GESELLSCHAFT & BILDUNG

Mythen rund um die getrennt Verpackungssammlung

96 % der Österreicherinnen und Österreicher trennen ihren Abfall und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz. Dennoch halten sich hartnäckige Gerüchte zur getrennten Verpackungssammlung, die ihre Sinnhaftigkeit in Frage stellen. Die ARA klärt auf.

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    Mythos 1:

    „Mülltrennen ist nur viel Arbeit und bringt mir persönlich überhaupt nichts!“


    Das Trennen bringt sehr wohl etwas. Denn wenn gut getrennt und sauber gesammelt wird, fällt weniger Restmüll an. Das wiederum verringert die Kosten bei der Müllentsorgung. So landen heute rund 40 % weniger Abfälle im Restmüll. Außerdem können die getrennt gesammelten Abfälle als Sekundärrohstoff für neue Produkte genutzt werden. Das schont natürliche Ressourcen, spart Energie und reduziert klimaschädliche Emissionen.

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    Mythos 2:

    „Getrennte Sammlung ist Unsinn, wir brauchen das Plastik für die Müllverbrennung.“


    Restmüll brennt ganz von allein. Auch ohne Kunststoffverpackungen hat er einen Heizwert, der mit Braunkohle vergleichbar ist. Er verbrennt bei mehr als 850 Grad Celsius und erzeugt dabei nutzbare Abwärme. Dazu muss der Restmüll weder vorbehandelt, noch mit Zusatzbrennstoff versehen werden. Also keine Rede davon, dass durch die getrennte Sammlung der Restmüll nicht mehr selbstständig brennen würde.

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    Mythos 3:

    „Getrennte Sammlung ist unnötig, es wird nachher sowieso alles zusammengeleert und verbrannt.“


    Für die stoffliche Verwertung und Gewinnung neuer Rohstoffe ist die getrennte Sammlung unabdingbar. Nur so werden aus Plastikflaschen wieder Plastikflaschen, aus Altpapier wieder Papier, aus farbsortiertem Bunt- und Weißglas wieder Glasflaschen und aus Metallen vielfältige neue Produkte. Verbrannt werden lediglich Reststoffe, die stofflich nicht mehr verwertet werden können, weil sie zu klein oder verschmutzt sind. Aus ihnen wird dann Fernwärme, sauberer Strom oder Prozesswärme für die Industrie gewonnen.

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    Mythos 4:

    „Weiß- und Buntglas werden im Sammel-LKW wieder zusammengeschmissen!“


    Irrtum! Jedes Glassammelfahrzeug hat zwei Kammern. So können Weißglas und Buntglas zwar im selben Fahrzeug, aber doch getrennt transportiert werden. Und das ist auch wichtig, denn schon kleine Mengen an Buntglas können die Farbqualität von recyceltem Weißglas empfindlich stören. So würde eine einzige grüne Sektflasche ganze 500 kg farbloses Glas grünlich färben.