Kreislaufwirtschaft

Metallverpackungen im Kreislauf


Sammlung

Die Sammlung von Metallverpackungen erfolgt vorwiegend über die blauen Sammelbehälter auf öffentlichen Sammelinseln. In manchen Gebieten werden sie auch gemeinsam mit den Leichtverpackungen gesammelt und anschließend aussortiert. In einigen Regionen gibt es auch eine gemeinsame Sammlung von Metallverpackungen und anderen Metallen wie Kleineisen oder Haushaltsschrott. Die anteiligen Kosten dafür tragen die Gebietskörperschaften.


Ferrometall-Recycling

Die getrennt gesammelten Verpackungen kommen in Sortieranlagen oder Schredder-Betriebe. Dort wird das Material mittels unterschiedlicher Verfahren maschinell sortiert, von anderen Metallen sowie Fremd- und Störstoffen getrennt und damit für den Einsatz im Stahlwerk aufbereitet. Zu Paketen verpresst oder zu Schredderschrott verdichtet, gelangt das Altmetall zum Verwerter, wo es – im Gemenge mit anderen Schrottsorten und Roheisen – als hochwertiger Rohstoff bei der Stahlerzeugung eingesetzt wird. Die zu 100 % stoffliche Verwertung von gebrauchten Verpackungen aus Ferrometallen sorgt dafür, dass bei der Herstellung neuer Produkte Rohstoffe, Energie, Luft und Wasser eingespart und Deponien entlastet werden.

Aluminium-Recycling

Die Aluminiumverpackungen werden entweder händisch aus den gesammelten Altmetallen aussortiert oder mit Hilfe von Wirbelstromabscheidern durch Separierung der elektrisch leitfähigen Materialien von den nicht leitfähigen abgetrennt. Für das Wiederaufschmelzen von Aluminium benötigt man nur etwa 5 % der Energie, die zur Herstellung der gleichen Menge an Primärmaterial erforderlich ist. Aluminium hat außerdem den Vorteil, dass es unbegrenzt wiederverwertet werden kann, ohne dass seine spezifischen Eigenschaften wie Festigkeit, Verformbarkeit, Leitfähigkeit, Korrosionsbeständigkeit oder physiologische Unbedenklichkeit verloren gehen. Blankes und lackiertes Aluminium kann dabei problemlos recycelt werden. Besteht eine Verpackung zu mehr als 50 % aus Aluminium, kann sie einem Umschmelzvorgang unterworfen werden.


Was aus Ferrometall wird

Stahlblech, das meist mit Zinn zu Weißblech veredelt wird, ist das Ausgangsmaterial für die Herstellung von Dosen, Kanistern, Verschlüssen und anderen Verpackungen für Getränke, Nahrungs- und Genussmittel oder auch chemisch-technische Füllgüter wie Farbe. Aus gebrauchten Verpackungen wiedergewonnen, wird es schließlich zu hochwertigem Baustahl, Waschmaschinengehäusen, Auto- und Flugzeugkomponenten oder Eisenbahnschienen verarbeitet.

Was aus Aluminium wird

Aluminium wird in der Verpackungstechnik in erster Linie als Folie (z. B. für Schokolade) oder als lackiertes bzw. bedrucktes Material etwa für Getränkedosen oder Joghurtdeckel eingesetzt. Darüber hinaus findet Aluminium in Materialverbunden gemeinsam mit anderen Packstoffen wie Kunststoff oder Papier Verwendung.

 

Wussten Sie, dass …

  • das Recycling von Aluminium nur 5 % der Energie braucht, die zur Herstellung des Primärmaterials nötig ist?
  • mit der Energie, die durch das Recycling einer einzigen Aluminiumdose eingespart wird, ein Laptop drei Stunden lang betrieben werden kann?