Aktuelles

News

News

Optimierte Verpackungen reduzieren Lebensmittelabfälle

Verpackungen und die richtige Lagerung sind der Schlüssel für eine längere Haltbarkeit von Lebensmittel. Der Leitfaden „Stop Waste – Save Food“ zeigt die Vor- und Nachteile verschiedener Verpackungen auf.

In Europa entstehen etwa 89 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle pro Jahr. Der Anteil Österreichs beträgt 760.000 Tonnen. Das ist nicht nur ethisch bedenklich, sondern auch ein großes ökonomisches und ökologisches Problem. Umgerechnet bedeuten diese Abfälle eine Belastung von 304 Millionen Tonnen Treibhausgasen, soviel wie die Niederlande pro Jahr emittieren. Wirtschaftlich wird ein Schaden von 143 Milliarden Euro verursacht. Die größte Menge der Lebensmittelabfälle entsteht in privaten Haushalten. 

Möglichkeiten, wie man diese Abfallmenge reduzieren kann und welche Rolle dabei Verpackungen spielen, wurden im Rahmen des Forschungsprojekts „Stop Waste – Save Food“ untersucht. Dabei wurde deutlich, dass vor allem optimierte Kunststoffverpackungen und die richtige Lagerung eine wichtige Rolle bei der Vermeidung von Lebensmittelabfällen spielen.

Bis zu 75 Prozent Rückgang bei Lebensmittelabfällen durch optimierte Kunststoffverpackungen möglich 
Einer der Hauptgründe für das Wegwerfen von Nahrungsmitteln ist das Verderben von Lebensmitteln. Eine Ausweitung der Haltbarkeit ist daher das Schlüsselelement für die Reduktion von Abfällen. Im Gegensatz zur weitläufigen Meinung, dass Verpackungen Großteils überflüssig sind, erfüllen sie eine wichtige Schutzfunktion bei Hygiene und Haltbarkeit. In mehreren Versuchen konnte die Studie zeigen, dass durch optimierte Kunststoffverpackungen ein Vielfaches an Treibhausgasen eingespart werden könnte. Bei Rindfleisch konnte etwa durch den Einsatz von Vakuum-Skin-Verpackungen aus Kunststoff eine Erhöhung der Mindesthaltbarkeit um zehn Tage festgestellt werden, was zu einem Rückgang der Abfallrate im Handel von 12 auf 3 Prozent geführt hat, das entspricht einer 75prozentigen Reduktion. Auch bei Gemüse können so Abfälle und damit unnötige Treibhausgase deutlich reduziert werden, wie die Zahlen der Studie zeigen. Bei einer langfristigen Untersuchung in 250 Supermarktfilialen wurde ermittelt, dass eine dünne Kunststofffolie bei Salatgurken zu einer deutlichen Senkung der Abfallrate von 9,4 auf 4,6 Prozent führt.

Durchgeführt wurde die wissenschaftliche Analyse in einem drei Jahre dauernden FFG-geförderten Projekt vom Institut für Abfallwirtschaft und Lebensmitteltechnologie der BOKU Wien, dem Umweltberatungsunternehmen denkstatt und dem Österreichischen Forschungsinstitut für Chemie und Technik im Auftrag der Wirtschaftsagentur des Landes Niederösterreich, ecoplus.

Den Leitfaden "Stop Waste - Save Food" finden Sie hier