21.10.2026

PPWR VI: OFI und ARA geben Orientierung zur PPWR

Der bereits sechste Teil der Veranstaltungsreihe zur EU-Verpackungsverordnung von OFI und ARA informierte über Status Quo und offene Fragen rund um die PPWR.

Ofi2026 header

Die neue EU-Verpackungsverordnung (PPWR, Verordnung (EU) 2025/40) bringt weitreichende Änderungen für Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette mit sich. Vor allem die Anforderungen an die Recyclingfähigkeit von Verpackungen und die ambitionierten Fristen bis 2030 stellen viele Betriebe vor neue Herausforderungen.

Im Rahmen der Informationsveranstaltung „PPWR VI – Umsetzungsstrategien in der Praxis“, die gemeinsam von OFI und ARA veranstaltet wurde, standen die Umsetzung der Verordnung in Österreich, aktuelle Entwicklungen auf europäischer Ebene sowie konkrete Fragestellungen aus der Praxis im Mittelpunkt. Nach der Eröffnung durch OFI-Geschäftsführer Udo Pappler und ARA-Vorstandssprecher Harald Hauke führte Verena Schneeweiß durch das Programm.

Sarah Warscher vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft gab einen Überblick über die Umsetzung der PPWR in Österreich und aktuelle Entwicklungen im Bereich der Online-Plattformen. Dominik Stern von der Wirtschaftskammer Österreich beleuchtete anschließend die europäische Perspektive und zeigte auf, welche Regelungen bereits feststehen und bei welchen Themen noch Klärungsbedarf besteht.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Recyclingfähigkeit von Verpackungen. Sandra Beckamp vom Institut cyclos-HTP informierte über aktuelle Entwicklungen im Bereich der recyclinggerechten Gestaltung von Kunststoffverpackungen und berichtete aus der europäischen Normungsarbeit.

Praxisnahe Einblicke bot auch Felix Badura von digi-Cycle. Im Fokus standen die neuen Kennzeichnungsanforderungen der PPWR sowie die Frage, welche Informationen künftig direkt auf Verpackungen angebracht werden müssen und welche Inhalte digital, etwa über QR-Codes, bereitgestellt werden können.

Mit den sogenannten PFAS rückte außerdem ein weiteres wichtiges Thema in den Fokus. Laura Stremnitzer vom OFI zeigte auf, wie diese Stoffe identifiziert und nachgewiesen werden können und welche Fragen hinsichtlich der Analytik derzeit noch offen sind.

Den Blick aus Sicht des Handels brachte Julia Lettner von SPAR Österreich ein. Sie erläuterte aktuelle Fragestellungen rund um Eigenmarken, Markenartikel sowie Verpackungslösungen für Feinkost, Obst und Gemüse.

In der abschließenden Podiumsdiskussion diskutierten Sarah Warscher, Michael Krainz (OFI), Felix Badura und Joachim Christiani (Institut cyclos-HTP) weitere offene Fragen zur praktischen Umsetzung der Verordnung.

Das Fazit der Veranstaltung: Auch wenn noch zahlreiche Detailfragen offen sind, sollten Unternehmen bereits jetzt die notwendigen Schritte zur Umsetzung der PPWR setzen. Der Informationsbedarf bleibt hoch, weshalb der fachliche Austausch zu den Anforderungen der neuen EU-Verpackungsverordnung weiterhin eine wichtige Rolle spielen wird.