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Kreislaufwirtschaft: ARA setzt Impulse

Ob mittels Sammelsystem-Pilotversuch im 10. Wiener Gemeindebezirk, digitalen Abfallbehältern für den „Außer-Haus-Konsum“ oder Kampagnen zur Bewusstseinsbildung: Wie schon in den vergangenen knapp 30 Jahren setzt die ARA aktuell laufend neue Impulse und agiert weiter als Innovationstreiber im Bereich der Circular Economy.

Mit der Veröffentlichung des „Zehn-Punkte-Plans für eine alltagstaugliche Kreislaufwirtschaft“ legte Österreichs Wirtschaft ein ganzheitliches Konzept vor, mit dem alle Ziele und Vorgaben des europäischen Kreislaufwirtschaftspakets sowie der EU- Einwegkunststoffrichtlinie nachhaltig und kosteneffizient zu erreichen sind. Es maximiert die positiven Umwelt- und Klimaschutzeffekte, hält die Wertschöpfungsketten in Österreich und bietet Unternehmen die dringend erforderliche Planungs-, Rechts- und Investitionssicherheit.

Als Innovationstreiber einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft unterstützt die ARA bei der Umsetzung und erfüllt die angestrebte ganzheitliche Lösung mit konkreten Maßnahmen und Projekten.

Pilotversuch Favoriten: Vom Bring- zum Holsystem

Mitten im 10. Wiener Gemeindebezirk wird aktuell das bestehende Sammelsystem für rund 9.500 Bewohnerinnen und Bewohner in einem mehrphasigen Pilotversuch umgestellt. Dadurch soll die mengenmäßige Erfassung im Bereich der Kunststoff- bzw. Leichtverpackungssammlung de facto verdoppelt werden. 

Hierzu wird das Sammelnetz durch die Bereitstellung von zusätzlichen Gelben Tonnen stark verdichtet. Sie sollen auf mind. 50 % der 177 Liegenschaften aufgestellt werden. Mit der Bereitstellung von zusätzlichen Abfallbehältern für Leichtverpackungen wird nicht nur die Sammlung für Konsumentinnen und Konsumenten noch einfacher und bequemer. Man erwartet sich auch wesentliche Erkenntnisse über die Nutzung und den Gebrauch der Abfallbehälter im Zuge einer ausgedehnten Sozialforschung. Zudem wird der Pilotversuch von entsprechenden Informations- und Awareness-Kampagnen begleitet.

Intelligenter Müllschlucker: Abfallbehälter der Zukunft

In unserer schnelllebigen Welt wird sogenannter „Außer-Haus-Konsum“ immer beliebter. Und die dabei anfallenden Verpackungen spielen – als wertvolle Sekundärrohstoffe – bei der Zielerfüllung des EU-Kreislaufwirtschaftspakets eine wesentliche Rolle. Passend dazu startete die ARA in Krems und Mödling einen österreichweit einzigartigen Pilotversuch. Mit dem intelligenten, digitalen Abfallbehälter „BigBelly“ wird die getrennte Sammlung von Plastikflaschen und Dosen nun noch einfacher und effizienter.

Der komplett solarbetriebene und damit energieautarke „Müllschlucker“ (eine Stunde Sonnenlicht entspricht einem Monat Betriebsdauer) macht dabei seinem Namen alle Ehre: Mittels integrierter Müllpresse verdichtet BigBelly die Abfälle um ein siebenfaches und weist somit um ein vielfach höheres Fassungsvermögen als seine herkömmlichen Kollegen auf. Ist der Maximalfüllstand erreicht, meldet sich der Abfallbehälter automatisch per E-Mail. Mit diesem System werden die Entleerungs- bzw. Abholungsintervalle wesentlich reduziert, was einerseits zu einer Arbeitszeitersparnis sowie andererseits zu einer Verringerung von CO2-Emissionen und Feinstaub führt, da Fahrtstrecken der Müllwägen eingespart werden.

Reduce to the max: Verpackungsentwicklung bei ARA Circular Design

Im Leistungsbereich „ARA Circular Design“ analysiert die ARA gemeinsam mit ihren Kunden und den Kooperationspartnern cyclos-HTP, FH Campus Wien oder „Der Grüne Punkt – Duales System Deutschland“ Verpackungen und deren Komponenten. Hierbei wird die Recyclingfähigkeit unter den aktuellen Bedingungen von Sammlung, Sortierung und Verwertung in Österreich anhand objektiver Prüfstandards bewertet. Zudem werden in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Forschungsinstitut für Chemie und Technik (OFI) ökologische und wirtschaftliche Verbesserungspotenziale aufgezeigt. Weitere Informationen dazu finden Sie hier

Bewusstseinsbildung: Kampagne stärkt Sammelmoral und Awareness gegen Littering

Geht es um die Zielerreichung im Rahmen des Kreislaufwirtschaftspakets, kommt der getrennten Sammlung besondere Aufmerksamkeit zu. Denn nur wenn Packstoffe in der richtigen „Tonne“ entsorgt werden, bleiben sie bestmöglich im Ressourcen- bzw. Recyclingkreislauf. Genau darauf zielt die kommende Online-Awareness-Kampagne „Ein kleiner Wurf für mich, ein großer Wurf für die Umwelt“ ab. Sie wird ab dem zweiten Quartal 2021 – mit Humor, teils Provokation und unter Einsatz von starken Testimonials – Konsumentinnen und Konsumenten für die Wichtigkeit der getrennten Sammlung sensibilisieren und dabei auch das Thema „Littering“ nicht aussparen. 

Weitere aktuelle ARA Projekte auf dem Weg zur Kreislaufwirtschaft:
- Sammlung und Recycling von E-Auto-Batterien 
- Gewerbeafall – eine „Goldgrube“ an Wertstoffen
- „Circular University“ – Hochschule trifft Kreislaufwirtschaft