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Spitzenplatz für Österreich bei stofflicher Verwertung

Mit einer Quote von 59 % belegt Österreich bei der stofflichen Verwertung von Siedlungsabfällen im EU-Vergleich Platz 3.

Anstieg im Pro-Kopf-Siedlungsabfall in der EU: Laut Eurostat fielen in der EU-27 im Jahr 2019 insgesamt 224,5 Millionen Tonnen Siedlungsmüll an, verglichen mit 221,1 Mio. Tonnen im Jahr davor. Das Pro-Kopf-Aufkommen lag im Schnitt bei 502 Kilogramm – damit ist der höchste Stand seit 2010 erreicht. Die Unterschiede zwischen den EU-Staaten sind dabei enorm. Die Entsorgungspfade belegen deutlich, dass der Anteil der deponierten Siedlungsabfälle zwar stetig abgenommen hat, die Fortschritte hierbei aber immer kleiner werden. Von der in der Abfallrahmenrichtlinie beschlossenen Zielsetzung, den Anteil der deponierten Siedlungsabfälle bis 2035 auf unter 10 % zu senken, sind viele Mitgliedstaaten noch weit entfernt. So deponieren derzeit 13 der 27 Länder noch über 40 % ihrer Haushaltsabfälle. Im Durchschnitt werden 24,2 % der Siedlungsabfälle deponiert, in Österreich nur 2,1 %.

Top-Platzierung für Österreich

Der Anteil der stofflich verwerteten Siedlungsabfälle beträgt im EU-Schnitt 48,5 %. Österreich liegt im Bereich der stofflichen Verwertung laut Eurostat dabei mit 59 % hinter Slowenien (71,9 %) und Deutschland (66,7 %) auf dem hervorragenden dritten Platz in Europa. Ein gutes Ergebnis für Österreich, das für eine funktionierende und effiziente Kreislaufwirtschaft spricht, aber, so die ARA Vorstände Christoph Scharff und Harald Hauke: „Europa muss sich sehr anstrengen, um die ‚Herausforderung Abfall‘ gut in Griff zu bekommen und die politischen Vorgaben zu erreichen. Auch Österreich darf sich nicht auf dem guten Ergebnis ausruhen, sondern muss alles daran setzen, in allen Aspekten der Kreislaufwirtschaft noch besser zu werden.“